Eine Aussage von Sport1-Experte Marcel Reif im Doppelpass könnte offenbar Folgen haben. Der Sponsor der Sendung reagiert – und äußert sich deutlich zur Wortwahl Reifs. 

Nach dem Eklat um einen diskutablen Spruch von TV-Experte Marcel Reif im Sport1-Doppelpass hat “Check24” angekündigt, den Dialog mit den Sendeverantwortlichen zu suchen – das Unternehmen ist seit Jahren Namenssponsor der Sendung. “Wir von CHECK24 verurteilen Rassismus in jeglicher Form”, twitterte das Unternehmen nach Anfrage eines Users. Und: “Es tut uns daher sehr leid, dass es im Doppelpass zu dieser Äußerung gekommen ist. Wir werden dazu mit den Dopa Verantwortlichen rasch das Gespräch suchen.”

Reif hatte in der Sendung am Sonntag mit einer Äußerung über junge Spieler des BVB für Wirbel gesorgt. Der 71-Jährige lobte die Leistung der jungen Dortmunder Mannschaft beim 3:1-Sieg in Leipzig, erinnerte dabei zugleich an Aussagen der BVB-Spieler nach dem desolaten 1:5 gegen Stuttgart vor einigen Wochen.

“Nach dem Spiel gegen Stuttgart gab es die Herren Reus und Hummels, nicht etwa irgendwelche Jungtürken, sondern schon die Herren, um die es geht, die gesagt haben: Pass auf, wir sind eine Mannschaft, die kann nicht verteidigen”, sagte Reif in der Talkrunde. 

Die Verwendung des Begriffes “Jungtürken” stieß vielen Zuschauern übel auf, die ihrem Ärger darüber bei Twitter freien Lauf ließen und Reif des Rassismus bezichtigten. 

Reif selbst entschuldigte sich später für seine Wortwahl. Er habe niemanden angreifen wollen und verstehe den Vorwurf des Rassismus nicht, da ja kein Türke beim BVB spiele. 

Auch Weltmeister und Ex-Nationalspieler Lukas Podolski äußerte sich bei Twitter mit scharfen Worten: “Marcel #Reif – der Name ist leider nicht Programm, stattdessen diese dumme Aussage”, schrieb Podolski bei Twitter. “Beim nächsten Mal einfach die Klappe halten.”

Bereits Ende November hatte es im Doppelpass einen vergleichbaren Vorfall gegeben. Steffen Freund hatte sich rassistisch über die Schalker Spieler Nabil Bentaleb und Amine Harit geäußert. Er hatte deren Probleme bei den “Knappen” mit ihrer algerischen Herkunft in Verbindung gebracht. 

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